Sensibilität & Transparenz: Was Plattformen wie WikiLeaks für Unternehmen und Organisationen bedeuten
// 7. Dezember 2010 // 1 Kommentar » // Social Media & Kommunikation, Unternehmenskommunikation
Die Zeiten, in denen alleinig das Werbebudget resp. die Werbung rund um einen Brand, die Wahrnehmung einer Marke, einer Organisation oder eines Unternehmens bestimmen konnte, sind unlängst vorbei. Heute braucht es mehr, als plakative Werbeversprechen in TV-Spots, Printanzeigen, auf Werbebannern oder an Plakatstellen, um Konsumenten zu überzeugen. Während Unternehmen und Marken seit geraumer Zeit durch aufmerksame Konsumenten und Beobachter über Social Media hinterfragt und durchleuchtet werden, so drohen jetzt zunehmend auch Enthüllungsplattformen wie WikiLeaks das Image, die Reputation und damit nicht zuletzt auch die Unternehmenssubstanz zu beschädigen.
Die Selbstbestimmung, wie eine Marke oder ein Unternehmen von den Menschen wahrgenommen wird, liegt immer weniger in der Hand des Unternehmens selbst, da heute die von den Marketing-, PR- und Werbefachleuten erzeugten Bilder nur noch einen geringen Faktor dessen ausmachen, was die Konsumenten zur Beurteilung eines Produktes, Marke oder Unternehmen heranziehen. Das Bild einer Marke, einzelner Produkte und Services lassen sich nicht mehr einfach über schön visualisierte Werbebotschaften in die Köpfe der Konsumenten übertragen. Das Internet, allem voran Web 2.0 und Social Media, haben für die breite Gesellschaft die Möglichkeiten geschaffen, Unternehmen, Produkte und Dienstleistungen kritisch zu hinterfragen, sowie für andere User positive oder negative Aussagen, Bewertungen und Inhalte dazu hinterlassen. Mit Social Media sind sowohl reichweitenstarke, eng vernetzte und leicht nutzbare Kommunikationsinstrumente wie Blogs, Facebook, YouTube, Twitter und Flickr etc. entstanden, als auch das Bewusstsein und der Aktivismus der Konsumenten angestiegen. Damit wird nicht nur abseits der Werbung eigenständig nach Informationen, Erfahrungen und Meinungen dritter gesucht, sondern auch die eigene Meinung über Produkte, Unternehmen und Marken kundgetan.
Für Unternehmen heisst dies, sie müssen nicht nur permanent breitflächig das Social Web beobachten, um herauszufinden, was über sie gesprochen wird und erhaltene Kritik und Feedback stetig zur Verbesserung ihrer Produkte und Dienstleistungen nutzen, sondern sie müssen auch kontinuierlich dem unverkennbaren Wandel der Gesellschaft Rechnung tragen, um die Gunst ihrer Kunden nicht zu verlieren. Diese verlangen von Unternehmen je länger je mehr grundsätzliche ethische und moralische Werte, mehr Transparenz, flachere Hierarchien, sowie Nachhaltigkeit und Fairness gegenüber Mitarbeitern, Konsumenten, Natur und Umwelt und selbst Solidarität gegenüber völlig anderen Wirtschaftszweigen oder Themen.
Kritik, Fehler, Missbräuche, Mängel, Fehlverhalten, Regel- und Gesetzesverstösse und andere unerwünschte Informationen, Machenschaften oder mangelnde ethische Grundwerte, können dank dem Social Web zu jeder Zeit von Konsumenten, Beobachtern, Mitbewerbern oder eigenen oder ehemaligen Mitarbeitern in die Öffentlichkeit getragen und verbreitet werden. Ein einfacher negativer Blogpost, ein Kommentar, ein Tweet, ein kompromittierendes Video oder Foto kann einem Unternehmen unter Umständen (nur) den Einen oder Anderen potenziellen Kunden kosten, im schlimmsten Fall wird jedoch eine Lawine im World Wide Web losgetreten, die erst nach langer Zeit und grossen Reputations- und Kundenverlusten wieder aufgefangen werden kann.
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Ganzheitliche Unternehmenskommunikation heisst heute mit multimedialen Inhalten, über multimediale Kanäle mit unterschiedlichen Zielgruppen zu kommunizieren. Mit dem neuen 







Die deutsche Kommunikationsagentur „
Ein wichtiges Hauptkriterium für den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens ist die geografische Lage und deren Anbindung an Infrastruktur und Verkehrsnetz. Denn nur mit Zugangswegen finden Kunden auch ins Geschäft. Nicht anders ist dies im Internet. Was vor der eigenen Geschäftstür jedoch der Staat oder Verkehrsbetriebe übernehmen, muss sich in der Online-Welt ein Unternehmen selbst aufbauen.




























